Pferde-Unsinn
von Geoff Chapman
Zum ersten Mal veröffentlicht
in:
Creation 14(1):50
Dezember 1991–Februar 1992
übersetzt von Thomas Arndt ©2005
Einer
der am häufigsten angeführten ‘Beweise’
für Evolution ist die Abstammungsreihe des Pferdes. Es wird
behauptet, dass die Evolution des Pferdes vom winzigen Hyracotherium
mit vier Zehen—das auch Eohippus genannt wird und angeblich
vor 50 Millionen Jahren lebte—auf Equus, das heutige Pferd
mit einer Zehe, verfolgt werden könne. Aber dies ist eine
grobe und zu starke Vereinfachung, die einige Fakten ignoriert.
Eohippus war höchstwahrscheinlich überhaupt nicht mit den Pferden
verwandt, sondern mit den heutigen Schliefern (Murmeltier-ähnlichen
Lebewesen). Tatsächlich wurde das erste Exemplar von seinem
Entdecker Robert Owen wegen seiner Ähnlichkeit zu der Art
Hyrax (Schliefer) Hyracotherium genannt. Spätere in
Nordamerika gefundene Exemplare wurden Eohippus (‘Morgenrötepferd’)
genannt, aber es gibt keinen vernünftigen Grund dafür,
es mit den Pferden in Verbindung zu bringen. Also hat der Pferdestammbaum
einen falschen Ursprung.
Die Abstammungsreihe des Pferdes wurde aus Fossilien konstruiert, die an vielen
verschiedenen Orten der Welt gefunden worden waren, und nirgendwo kommt diese
Abfolge an einem Fundort vor. Die Reihe wird unter der Annahme von evolutionärer
Entwicklung aufgestellt und dann dazu verwendet, um Evolution zu beweisen!
Die Zahl der Rippen steigt im Verlauf der Reihe zuerst von 15
auf 19 an und sinkt dann aber wieder auf 18. Ebenso variiert die
Zahl der Lendenwirbel von 6 zu 8 und dann wieder zurück zu 6.
[Wenn es wirklich eine Evolutionsreihe wäre,
würde man erwarten, dass die Zahl der Rippen bzw. der Lendenwirbel
im Verlauf der Reihe nicht schwanken, sondern eine erkennbare
Tendenz aufweisen würde.]
Unter den Paläontologen besteht keine Einigkeit über die Abstammung des Pferdes,
und mehr als ein Dutzend verschiedene Stammbäume sind vorgeschlagen worden,
was erkennen lässt, dass alles nur eine Vermutung ist. Fossilien der drei-zehigen
und der ein-zehigen Art sind in derselben Felsformation in Nebraska, USA,
enthalten;1
dies zeigt, dass beide zur selben Zeit lebten, und lässt stark darauf schließen,
dass sich die eine Art nicht aus der anderen entwickelte.
Heutige Pferde kommen in einer breiten Größenvielfalt vor. Es besteht ein
großer Unterschied zwischen dem argentinischen Falabella-Pferd—ausgewachsen
43 Zentimeter hoch—und dem gewaltigen Clydesdale. Beides sind
Pferde, und weder ist das größere aus dem kleineren noch das kleinere
aus dem größeren entstanden.
Angesichts der erwähnten Tatsachen ist es erstaunlich, dass Evolutionisten
weiterhin die Abstammungsreihe des Pferdes als einen ihrer ‘besten Beweise
für Evolution’ präsentieren.
Anmerkungen:
- National Geographic, Januar 1981, Seite 74. Zurück zum Text.
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