Schöpfung im Forschungslabor
Interview mit führendem australischen Molekularbiologen
und Mikrobiologen Ian Macreadie
Von Carl Wieland und Don Batten
Creation in the research
lab
Creation: Volume 21 Issue 2
Dr. Ian Macreadie ist uns als hochangesehener Wissenschaftler
der Australischen CSIRO* (Commonwealth Scientific and Industrial
Research Organisation) bekannt (siehe einige seiner Erfolge).
Er steht an vorderster Front der Forschung auf einem Gebiet,
das nach Ansicht vieler stark mit der Evolution verbunden ist.
So war es bedeutsam, ihn sagen zu hören:
"Ich habe immer dem biblischen Schöpfungsbericht
geglaubt. Es liegt außerhalb meines Verständnisses, das sich die
Dinge aus nichts entwickelt haben und dass die Affen unsere Vorfahren
waren."
Dr. Macreadie sagte, dass die Evolution während seiner Ausbildung
als 'eine der Möglichkeiten' gelehrt wurde: Aber dann meinte er:
"Obgleich sich seit dieser Zeit an der Art des
wissenschaftlichen Fortschritts nicht viel geändert hat, werden
wir jetzt mit Informationen überflutet, die die Evolution als
unbestrittene Tatsache darstellen."
Abgesehen von leichten Zweifeln während seiner Teenagerzeit war
und ist Dr. Macreadie ein überzeugter Christ, seit er sich mit
ungefähr zehn Jahren bekehrte. Etwa 1990 hörte er bei einer kirchlichen
Veranstaltung erstmals einen Redner von Answers in Genesis.
Etwas später nahm er unsere Einladung an, über sein Fachgebiet
auf einem unserer Hauptseminare zu sprechen. Er sagte:
"Die Schöpfung ist ein Gebiet, dass ganz gewiss
für das Evangelium wichtig ist.. Das evolutionistische Denken
ist eine der Ursachen, die viele Leute davon abhält, die Existenz
Gottes überhaupt in Betracht zu ziehen."
Wir befragten ihn über die Ansicht, dass Fossilien, mit allen
ihren Zeichen von Tod und Blutvergießen, Millionen von Jahren
vor dem Menschen existierten. Er meinte:
"Es kann keinen Tod vor dem Sündenfall geben,
und das bedeutet, dass es keinen Tod vor dem Auftreten des Menschen
gibt." Dr. Macreadie sieht die Autorität der Bibel als Grundtatsache
an. Er sagte: "Ich denke, jeder Christ braucht diese Erkenntnis
von Anfang an – wir müssen die Bibel als Gottes Wort annehmen."
Nach Anhaltspunkten für die Schöpfung auf seinem Forschungsgebiet
befragt, antwortete er:
"Evolution würde bedeuten, dass sich die Dinge
verbessern, aber ich sehe nur, dass alles verfällt. Die Gene degenerieren
und Mutationen verursachen eine zunehmende Belastung der Gesellschaft
durch Erbkrankheiten (die Gene bleiben fehlerhaft, da die DNA
in jeder Generation kopiert wird). Alle Dinge waren ursprünglich
gut geschaffen."
Die Herkunft von AIDS
Alls einer der führenden AIDS-Forscher der südlichen Hemisphäre
konnte Dr. Macreadie kompetent über Viren berichten:
‚‚Ich glaube wirklich nicht, dass Gott Viren als eigene
Wesen erschaffen hat. Ich glaube, sie waren ein Teil der DNA in
den Zellen. Einige Anhänger der Evolutionslehre halten Viren für
Vorläufer von Zellen, aber das kann nicht sein, weil sie die Maschinerie
der Zellen brauchen, um sich zu vermehren. Ich sehe die Viren
als genetischen Abfall an, der als Ergebnis von Mutationen und
Umweltschäden schon früher aus den Zellen entwichen ist– als Teil
des Fluches über die Schöpfung (Genesis 3). Ich möchte anhand
dieser Theorie voraussagen, dass wir Teile von "Virus – DNA"
im menschlichen Genom finden, und daran arbeiten wir gerade."
Ein Virus, nicht viel mehr als eine Ansammlung von DNA, kann
von einer Spezies zur anderen überspringen. Kam das AIDS- Virus
wirklich auf diese Weise von grünen Affen, wie man oft hört?
Dr. Macreadie antwortete:
"Der Semi-Immundefekt-Virus in afrikanischen grünen
Affen steht gewiss dem AIDS-Virus am nächsten, aber wir wissen
es noch nicht. Es ist interessant - man könnte denken, wenn wir
so schlau sind, was den vermeintlichen evolutionären Ursprung
des Menschen betrifft, dann sollten wir auch fähig sein herauszufinden,
woher dieses kürzlich in Erscheinung getretene Virus kommt."
Molekularbiologen haben einige ehrfurchtgebietende Entdeckungen
gemacht - aber wie viel weiß man wirklich? Dr. Macreadie erzählte
uns, dass man jetzt alle 6000 Gene in der DNA einer 'einfachen'
Hefezelle kennt Aber nur von etwa der Hälfte ist die Wirkungsweise
bekannt, und wahrscheinlich hat man erst bei weniger als 5% die
dreidimensionale Struktur des daraus entstehenden Proteins (das
Molekül, das durch ein spezielles Gen codiert wurde) vollständig
verstanden. Er sagte:
"Interessanterweise kann man zwar alle Komponenten
beieinander haben, aber man kann daraus nicht einmal eine Hefezelle
bauen, die nur einen Bruchteil der Gene einer menschlichen Zelle
enthält. Und trotz der vielen Leute, die heute daran arbeiten,
hat sie bis jetzt einer vollständigen Entschlüsselung widerstanden
– sie ist erstaunlich komplex."
Könnte also alle diese Komplexität in der riesigen, aber endlichen
Informationsmenge der DNA in der Hefezelle codiert sein? Denkt
er, wir brauchten unser Wissen über die Informationssysteme in
lebenden Zellen nur zu vertiefen oder gibt es wirklich noch Überraschungen?
Dr. Macreadie bezweifelt, dass das gegenwärtige Wissen ausreicht.
Er meinte:
"Es gab viele Überraschungen bei der Hefe; zum
Beispiel sind einige ihrer Gene die gleichen wie in einigen Pflanzen,
aber mit völlig verschiedener Funktion. Ich bin sicher, dass es
noch viel mehr Überraschungen bei menschlichen Zellen gibt. In
der Hefe hat man entdeckt, dass derselbe DNA- Strang für verschiedene
Proteine codieren kann, einfach durch Verschieben des "Lese-Rahmens",
indem der Code von einem anderen Punkt aus gelesen wird - eine
erstaunlich geistreiche Art, zusätzliche Information zu speichern.
Und wir wissen seit einiger Zeit, wie ein Gen "zerschnitten
und geklebt" werden kann, damit mehrere unterschiedliche
Proteine entstehen können. Und wenn das noch nicht aufregend genug
war: wir haben kürzlich gefunden, dass ein Protein, das von einem
einzigen Gen herrührt, auch durch Spleißen verändert und zu zwei
verschiedenen Stellen der Zelle geführt werden kann."
Mutationen - keine Evolution
Unseres Wissens ist es Dr. Macreadie bestens bekannt, dass eine
zufällige Mutation es einer Mikrobe erleichtern kann, beispielsweise
einen Angriff durch ein spezielles Antibiotikum zu überstehen.
Und da der Glaube, dass durch Mutationen neue Information entstehen
kann, entscheidend ist für die Annahme einer Evolution von der
Mikrobe zum Menschen, fragten wir ihn danach. Er ließ uns wissen:
"Alles, was man im Labor sieht, sind entweder
Genduplikationen , Umordnungen von existierenden Genen oder beschädigte
Gene (unter Verlust von Information); das alles kann einem Bakterium
helfen zu überleben - etwa durch die Unfähigkeit, das Medikament
wirksam zu binden. Aber man sieht niemals, dass sich irgendwelche
neue Information in der Zelle bildet. Manchmal kann auch ein Bakterium
Information in ein anderes "injizieren", so dass sie
"neu" für jenes Bakterium ist –aber diese Information
muss ja irgendwoher kommen; wir sehen einfach nicht, wie sie zustande
kommt. Es ist schwer zu begreifen, wie irgendein seriöser Wissenschaftler
glauben kann, dass echte Information tatsächlich von selbst aus
nichts entstehen kann." Dr. Ian Macreadie bestätigte, dass
seine Ansichten als Anhänger der biblischen Schöpfungslehre "zu
einer Menge Schwierigkeiten bei Gesprächen mit andern Wissenschaftlern
geführt haben."
Diskriminierung, fragten wir?
"Ich denke eher an Spott. Ich meine, man muss
wählerisch sein, wann und wo man seine Überzeugung offenbart.
Manchmal wollen Leute in einer Gruppe dich wirklich reizen und
warten, dass du den Kopf hinhältst und sind dann nicht immer gewillt,
dir eine faire Chance zu geben, deine Ansicht darzulegen. Dagegen
gibt es in Einzelgesprächen mehr als eine Gelegenheit, diese Dinge
wirkungsvoll mit den Leuten zu besprechen."
Wiir beendeten das Gespräch äußerst ermutigt, weil Dr. Ian Macreadie,
der preisgekrönte Wissenschaft auf höchstem Niveau betreibt, für
Gottes Wort eintritt.
* In diesem Interview stellt Dr. Macreadie seine persönlichen
Überzeugungen dar; er repräsentiert nicht die CSIRO und beansprucht
keine offizielle Anerkennung seiner Darlegungen.
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